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Children of Light

in Basic Information 18.03.2019 19:08
von Miliyah Howgreen | 3.574 Beiträge



Children of Light






Der Umbruch



Jahrelang stand das sogenannte Hope County unter der Führung der Walsh-Brüder. Die kleine Gemeinde Eden's Gate außerhalb der Stadtgrenzen Mexikos verzeichnete in dieser Zeit herbe Rückschläge, verlor nicht nur Mitglieder, sondern auch an Einfluss.
Nicht nur den Gründern der Glaubensgemeinschaft bereitete diese Entwicklung Sorge, auch der Bürgermeister der Metropole beobachtete diese Entwicklung mit zunehmendem Missfallen. Zu groß war das Potenzial dieses unscheinbaren, augenscheinlich rückständigen Nests, als dass er seinem Niedergang tatenlos zusehen wollte. In den vergangenen Jahren scheiterten mehrere Versuche, mit den Walsh-Brüdern zu kooperieren, kläglich. Zu groß schien ihr Wunsch nach Selbstbestimmung zu sein, welche aber, wie sie bald lernen mussten, ohnehin die reinste Illusion war.
Mexiko zählte noch nie zu den ruhigsten Städten der Welt, doch regte sich seit einer Weile selbst in der sonst eher zurückhaltenden Bevölkerung der Widerstand. Man erwartete von ihm, dass er für Ruhe sorgte, doch gestaltete sich dieses Unterfangen als äußerst schwierig. Vor allem auch deshalb, weil er selbst in viele der illegalen Geschäfte involviert war. Wer sägte schon freiwillig den Ast an, auf dem er saß? Wenn sich die aktuelle Entwicklung jedoch weiterhin fortsetzte, würde ihm kaum etwas anderes übrigbleiben.
Vor allem Eden's Gate sorgte für Misstrauen. Vermutlich waren der Gemeinde auch deshalb so viele Anhänger in der jüngsten Vergangenheit abhanden gekommen. Die Menschen hatten Angst vor der unbekannten Gemeinschaft, welche ganz in der Nähe der Stadt ihr Lager aufschlug. Wenn es rein um die religiöse Vereinigung gegangen wäre, hätte Mexikos höchster Amtsmann sicher nicht lange überlegt und sie dem Erdboden gleichgemacht, ohne mit der Wimper zu zucken, doch noch wollte er diesen womöglich taktisch wichtigen Standort nicht kampflos aufgeben. Wochenlang grübelte er, wie er ihn retten und für sich optimieren könnte, bis ihm ein interessanter Gedanke kam.
Vor einigen Jahren hatte er eine recht eigenwillige Persönlichkeit kennengelernt. Gideon Richmond war nicht gerade das, was er einen normalen Prediger genannt hätte, doch der Mann wusste ganz offensichtlich sehr genau, was er wollte: Eine Bühne, um so viele Menschen wie nur möglich zu erreichen, und Eden's Gate konnte ihm diese ohne jeden Zweifel bieten. Richmond konnte auf seine Weise als Ehrenmann bezeichnet werden, was bedeutete, dass er sich sicherlich auf den einen oder anderen Handel einlassen würde. Er bekam seine eigene Gemeinde, und im Gegenzug erledigte er den einen oder anderen besonderen Auftrag.
Tatsächlich kamen die Männer binnen kurzer Zeit darüber ein, dass sie an einer Kooperation interessiert waren. Da Richmond mit den Walsh-Brüdern bereits seit einer Weile verkehrte, hegten sie keinen Verdacht, als er eines Tages bei ihnen auftauchte, um ihnen nahezulegen, ihr Hope County zu verlassen, wenn ihnen ihr Leben lieb war. Ganz nach Plan ließ er sie wissen, dass Ärger in der Luft lag, welcher von der Regierung ausging. Die Sekte werde nicht länger geduldet, doch Widerstand wurde erwartet, versuchte man, sie auf herkömmliche Weise dem Erdboden gleichzumachen. Richmond folgte den Anweisungen des Bürgermeisters und erklärte, Kopfgeldjäger wären auf die Brüder angesetzt worden, weshalb diese unverzüglich fliehen müssten. Sollten sie auch nur einen Hauch von Misstrauen in sich getragen haben, zeigten sie es nicht. Ohne viele Fragen zu stellen, verließen sie Eden's Gate, welches ohnehin nur noch ein Schatten seiner Selbst war. Vielleicht fiel es dem Trio auch deshalb so leicht, seinem verlorenen Werk den Rücken zu kehren, um sich ins Ausland abzusetzen.
Nachdem dieser Schritt getan war, stand einem Neuaufbau der Gemeinde nichts mehr im Wege. Richmond übernahm das Ruder, sah sich aber bereits nach kürzester mit dem ersten Problem konfrontiert. Wie sollte sich dieser Ort etablieren? Es gab fließendes Wasser und Strom – ein Anfang, jedoch nicht genug, um dauerhaft zu überleben oder gar zu wachsen. Die Wenigen, die geblieben waren, konnten nicht genug erwirtschaften, um weitestgehend autark zu existieren. Geld verdiente hier kaum jemand. Woher also sollte das Geld kommen, welches sie dringend benötigen würden? Die Children of Light waren erst geboren, und doch schien es, als stünden sie bereits am Abgrund.
In einem weiteren Gespräch mit seinem zweifelhaften Kumpan äußerte Richmond offen seine Bedenken bezüglich des wirtschaftlichen Standpunkts des kleinen Ortes, der nun ihm unterstellt war. Genau auf diesen Moment hatte der Bürgermeister bereits gewartet.
Er stimmte dem selbsternannten Höchsten Diener Gottes zu und legte ihm nahe, sich in diversen Geschäften zu versuchen. Auch diese Unterhaltung verlief für das Oberhaupt der Stadt reibungslos. Nicht etwa, weil Richmond von seinen Anregungen begeistert war, sondern weil er einsah, dass ihm keine andere Wahl blieb. Die Männer beschlossen ein Bündnis zwischen den Children of Light und einer Gruppe von Söldnern, welche ebenfalls zu dem Netzwerk gehörte, welches der Bürgermeister im Laufe der Jahre um sich herum aufgebaut hatte. Die Children of Light dienten als Verkaufsfläche für all das, was die Söldner für ihre Geschäfte benötigten, im Gegenzug erhielt die Gemeinde von ihnen Geld. Viel Geld. Geld, welches es ihnen ermöglichen würde, auf eigenen Füßen zu stehen.
Richmond und sein Praised Land, wie er es nannte, erhielten nun endlich eine wahre Chance, und der Bürgermeister hatte sein vorläufiges Ziel, es zu einer Marktfläche für seine eigenen Interessen zu machen, erreicht.
Was er nicht wusste: Richmond verfolgte seine ganz eigenen Pläne, und die sahen nicht vor, dass sein heiliger Ort derart missbraucht wurde …






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Ezequiel Reyes sagt : talk nerdy to me
zuletzt bearbeitet 26.12.2020 18:19 | nach oben springen
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